Der Ohrsberg:: Höhe-Punkt Eberbachs

Der Berg in unserer Mitte

THW beseitigte umgestürzte Buche

(bf) Seit Ende August blockierte eine umgestürzte dicke Buche den Wanderweg auf der Nordwestseite des Ohrsbergs fast ganz. Da die Stelle mit Fahrzeugen nicht zu erreichen war, der Baum aber im steilen Gelände auch nicht ohne Sicherung per Seilwinde zersägt werden konnte, hat die Stadtförsterei das THW Eberbach für diese spezielle Aufgabe um Unterstützung gebeten.

Dazu musste das ganze Spezialmaterial wie Motorsägenwinde, Greifzüge, Motorsägen etc. der Motorsägengruppe mit Schubkarren über den steilen Fußweg zum umgefallenen Baum transportiert werden. Ein Teil der Helfer hat eine Sonderausbildung an der Motorsäge durchlaufen, um im Einsatz Sturmholz, das oft unter Spannung steht, sicher beseitigen zu können. Zügig wurde der umgefallene Baum zersägt, gegen Abrutsch gesichert und mit der Motorsägenwinde in seine endgültige Position gezogen.

Beeindruckende Show-Beleuchtung am Ohrsbergturm

Am Samstagabend, 20. Oktober, fand erstmals eine Show-Beleuchtung des Ohrsbergturms statt.

Zwei Stunden lang erstrahlte der Turm in bunten Farben. Durchgeführt hat das Event die Eberbacher Veranstaltungstechnikfirma “CG Music” mit Unterstützung der Stadtwerke Eberbach. Christian Gerbig von CG Music wollte damit demonstrieren, was seine modernen mobilen LED-Strahler leisten können und wie man sie stimmungsvoll an Gebäudefassaden einsetzen kann. Acht Fluter mit je knapp 1.000 Watt LED-Leistung hatten Gerbig und sein Mitarbeiter Daniel Sywyj rund um den Turm in Position gebracht. Oben auf der Aussichtsplattform waren zusätzlich kleinere Scheinwerfer installiert. Die gesamte Anlage wurde dann über ein Lichtmischpult gesteuert.

Von vielen Orten in Eberbach konnte man ab 19.30 Uhr das Spektakel beobachten, das bis 21.30 Uhr andauerte. Zeitweise flossen die Farben allmählich ineinander, dann ließen die Techniker die Lichter pulsieren oder den Turm auch mal im Licht-Stakkato aufblinken.

Ein Video von der Turmbeleuchtung gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=RYRsZoxObzM

Lichter am Turm – erste Showbeleuchtung auf dem Ohrsberg

Am Samstagabend, 20. Oktober, wird es in Eberbach erstmals eine Showbeleuchtung des Ohrsbergturms geben.

Am Vorabend des Eberbacher Apfeltags wird der Aussichtsturm auf dem Ohrsberg ab 19.30 Uhr etwa zwei Stunden lang in wechselnden Farben angestrahlt werden. Die Idee dazu hatte Christian Gerbig, der das Lichterspektakel mit den technischen Mitteln seiner Firma “CG Music Veranstaltungstechnik” durchführen will. Unterstützt wird er dabei von den Stadtwerken Eberbach, die für das Event die Stromversorgung bereitstellen und die reguläre Turmbeleuchtung abschalten werden. Bereits im Januar 2017 hatte “CG Music“ mit einer nächtlichen Showbeleuchtung des Hallenbads in Eberbach für Aufsehen gesorgt.

 Am besten zu sehen sein wird die außergewöhnliche Turmbeleuchtung in Eberbach-Nord und in den südöstlichen Stadtgebieten. Wer von zuhause keinen freien Blick auf den Ohrsbergturm hat, kann das Lichtspektakel bei einem abendlichen Spaziergang zu aussichtsreichen Punkten am Scheuerberg oder am Itterberg genießen.

Spazierweg blockiert

Dieser Tage ist am Spazierweg zum Turm auf der Nordwestseite des Ohrsbergs eine dicke Buche umgestürzt. Sie blockiert zwar den Weg, aber zu Fuß kann man an dem Wurzelstock vorbei gehen. Da die Stelle mit erforderlichen Maschinen kaum zu erreichen ist, kann die Entfernung der Behinderung wohl noch ein paar Tage dauern.

Der Ohrsbergturm

Der Aussichtsturm auf dem Ohrsberg wurde im Jahr 1970 gebaut. Er ist ungefähr 17 Meter hoch und besteht aus Stahlbeton, der mit Sandsteinen verkleidet wurde.

Nachdem der Gemeinderat sich im September 1969 für den Bau des Turms entschieden hatte (ohne Gegenstimme, aber mit fünf Enthaltungen), stellte die Stadt Ende September 1969 den Bauantrag. Die Baukosten wurden auf 90.000 DM geschätzt. Bürgermeister Dr. Hermann Schmeißer kündigte damals an, dass über den Odenwaldklub Zuschüsse vom Land zur Finanzierung des Turms zu erwarten seien. Auf einem ersten Plan des Turms ist als Bauherr auch noch der “Odenwaldklub EV. Darmstadt” vermerkt. Zudem sei eine Spende in Höhe von 5.000 DM eingegangen, und außerdem werde sich der Verkehrs- und Heimatverein (heute Bürger- und Heimatverein) “mit einem ansprechenden Betrag” an den Kosten beteiligen, teilte Schmeißer weiter mit.

Die Baugenehmigung wurde am 19. März 1970 durch das Landratsamt erteilt. Baubeginn war im Juni 1970. Das Hauptgewerk wurde durch die Firma Michael Gärtner erledigt. Für die Zimmerarbeiten erhielt die Firma Deschner den Zuschlag, für die Schlosserarbeiten die Firma Neth. Für die Verkleidung des Turms mit Buntsandstein wurden Abbruchsteine von Gebäuden in der Innenstadt verwendet, unter anderem vom Gefängnis an der Friedrich- bzw. Bussemerstraße (heute Sparkasse), vom Schlachthaus unterhalb der Stadtmauer ( etwa auf Höhe Reha-Zentrum) und vermutlich auch von einer zuletzt als Gerbrinde-Lager verwendeten “Scheune” gegenüber dem Thalheimschen Haus an der Kellereistraße (heute Garagen der Polizei).

Am 30. Oktober 1970 wurde der Turm offiziell eingeweiht. Gekostet hat er schließlich über 140.000 DM.

Turmtreff-Termine

Hier die nächsten Termine für den „Turmtreff mit dem Förster“:

Mittwoch, 17. Juli 2019, 17 Uhr

Mittwoch, 24. Juli 2019, 17 Uhr

Mittwoch, 31. Juli 2019, 17 Uhr

Mittwoch, 7. August 2019, 17 Uhr

Mittwoch, 14. August 2019, 17 Uhr

Mittwoch, 21. August 2019, 17 Uhr

Mittwoch, 28. August 2019, 17 Uhr

Mittwoch, 4. September 2019, 17 Uhr

Mittwoch, 11. September 2019, 17 Uhr

Immer auf dem Ohrsbergturm, kostenlos, keine Anmeldung erforderlich. Für Fragen: Tel.0162 2646698

Turmtreff mit dem Förster

Von 17. Juli bis 11. September 2019 gibt es jeden Mittwoch gegen Abend  einen informativen “Turmtreff mit dem Förster”.

Auf der Aussichtplattform des Ohrsbergturms empfängt um 17 Uhr der Eberbacher Förster Hubert Richter interessierte Gäste, die nicht nur den fantastischen Rundblick vom Berg in Eberbachs Mitte genießen wollen, sondern auch Wissenswertes über Wald, Landschaft Siedlungs- und Kulturgeschichte erfahren möchten.

Förster Richter hat Einiges zu erzählen: Etwa wie die Landschaft am Neckar entstanden ist und warum es den Ohrsberg überhaupt gibt, wie sich die Stadt Eberbach entwickelt hat und welche Bedeutung der Wald für die hier lebenden Menschen im Laufe der Jahrhunderte hatte. Die landschaftsprägenden Steinbrüche an den bewaldeten Hängen wird Richter ebenso erläutern wie weitere Wander- und Ausflugsziele, die man vom Ohrsbergturm aus sehen kann.

Rund 45 Minuten dauert der “geführte Rundblick” über Eberbach und seine Landschaft. Das Angebot in der Sommerferienzeit richtet sich sowohl an Gäste der Stadt, die etwas mehr über ihre Urlaubsregion erfahren möchten, als auch an Einheimische, für die es möglicherweise auch bisher unbekannte Details zu hören und sehen gibt.

Am besten zu erreichen ist der Ohrsbergturm über den beschilderten Weg, der neben dem Eberbacher Friedhof bergauf führt. Der “Turmtreff” ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Rückfragen steht Hubert Richter unter Tel. 0162 2646698 zur Verfügung.

 

KURZINFO:

“Turmtreff mit dem Förster”, 17. Juli bis 11. September 2019 immer mittwochs um 17 Uhr auf dem Ohrsbergturm in Eberbach.

Der Weg zum Turm

Hier finden Sie  vier Vorschläge für Fußwege zum Ohrsbergturm:

Fußweg von den Kerfenwiesen:
Der kürzeste und schnellste, aber auch steilste Weg. Am ehemaligen Vogelpark vorbei die Treppen hoch und dann auf dem Fahrweg bis zum Turm (ca. 370 Meter).

Fußweg vom Jahnplatz (Turnerheim):
Der Weg mit den besten Parkmöglichkeiten. Zwischen Turnerheim und Moschee geradeaus hoch bis man links zum Treppenaufgang vom ehemaligen Vogelpark her kommt, dann auf dem Fahrweg bis zum Turm (ca. 530 Meter).

Fußweg von der Friedrichsdorfer Landstraße (Friedhof):
Da zur Zeit die Parkplätze neben dem Friedhof wegen Bauarbeiten gesperrt sind, muss man von der Friedrichsdorfer Landstraße durch den Friedhof nach oben gehen, vor der Friedhofkapelle nach links den Friedhof verlassen und auf dem ansteigenden Weg zunächst in westliche Richtung weiter aufwärts gehen, an der nächsten Kehre nach Nordosten und wiederum an der nächsten Kehre nach Westen bis hoch zum Turm (ca. 900 Meter).

Fußweg von der Güterbahnhofstraße/Neuer Weg:
Hinter „Lumos/Autocrew Schmitt“ den ansteigenden Pfad hoch, an der nächsten Weggabelung rechts halten, und dann an der nächsten Abzweigung scharf rechts den Weg nach oben nehmen. Dieser führt in Serpentinen weiter hinauf, schließlich unter dem Turm vorbei, dann an der nächsten Abzweigung wieder rechts und über die beiden Holzbrücken zum Turm (ca. 1 Kilometer).

Auf der folgenden Karte sind alle vier Fußwege dargestellt:

 

Ein Berg mitten in der Stadt

Der Ohrsberg entstand vor über 150.000 Jahren als Umlaufberg. Der Neckar zog einst eine Schleife um den heutigen Berg, bevor er in sein jetziges Flussbett durchbrach und den Ohrsberg als Überbleibsel der Flussgeschichte stehen ließ. So konnte sich die Stadt am Neckar auch in das ehemalige Flusstal ausdehnen, und der Ohrsberg erhebt sich nun mitten in Eberbach. Dadurch kann er von fast allen Eberbachern und Gästen als nahe gelegenes Erholungsgebiet genutzt werden, und vom Aussichtsturm auf seinem 236 Meter hohen Gipfel hat man einen herrlichen Rundblick auf Eberbach und die Landschaft am Knie des Neckars.